May 09

Prof. Schwintowski sieht Nettopolicen als Modell der Zukunft – auch ansonsten ein hoch interessantes Interview – vor allem für die Lebenversicherten

Logo Handelsblatt

Dieses Interview mit keinem Geringeren als Prof. Schwintowski lässt aufhorchen. Demnach könnte einiges Ungemach auf die Lebensversicherungsbranche zu. Würde der Europäische Gerichtshof das Policemodell kippen, dann “wären sämtliche Verträge, die vor dem Jahre 2008 abgeschlossen wurden fehlerhaft – und sämtliche Verträge schwebend unwirksam”, so Schwintowski.

Ich halte die Lebensversicherung ohnehin für ein veraltetes und für die meisten Kunden schlechtes Produkt und vermittle keine klassische Lebensversicherungen. Neben der auf hier angesprochenen suboptimalen Geldanlage sind die Kosten in vielen Fällen ein weiteres Übel. Letztere können durch Nettoprodukte, also Policen ohne Abschlusskosten, vermindert werden. Dies hält auch Schwintowski für die richtige Lösung.

Mein Tipp: Schließen Sie keine Verträge mit vollen Abschlusskosten ab. Hier ist es nicht selten, dass der Kunde über 10 Jahre benötigt, um zumindest seine Einzahlungen heraus zu bekommen. Die Auswirkungen auf den Zinseszinseffekt sind verheerend.

>> Link zum Handelsblatt-Artikel: URTEIL GEGEN LEBENSVERSICHERER – „Das war nur der erste Schlag…“

Sep 12

Diskussion über Honorarberatung vs. Provisionsberatung

Cash10Titel-2013-113x150Ob sich diese beiden Beratungsmodelle nun gegenseitig ausschließen oder nicht, darüber scheiden sich die Geister. Meine Meinung ist eindeutig. In bestimmten Sparten wie Sachversicherungen und der Berufsunfähigkeitsabsicherung ist das derzeitige Provisionsmodell akzeptabel. Auch im Bereich der privaten Krankenversicherung halte ich die Provisionsberatung für gut, aber nur, wenn die Provision weiter gesenkt hat. Mir strebt eine Provision von max. 4-5 Monatsbeiträgen vor.

Im Bereich der Altersvorsorge hingegen sind konventionelle Provisionsmodelle, bei denen der Kunde über 10 Jahre benötigt, bis sein Sparvermögen seine Sparbeiträge erreicht, “legaler Betrug” am Kunden.

>> LINK zum Streitgespäch

Sep 10

Warum Honorarberatung in der Altersvorsorge so wichtig ist und Vorsicht vor Vertrieben angesagt ist

FAZDie Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich mit den Kosten in Altersvorsorgeverträgen und nennt “Ross und Reiter”. Demnach fordern Vertriebe die MLP, Deutsche Vermögensberatung und Swiss Life Select bis zu 7 Prozent der gesamten Beitragssumme als Abschlussprovision. Somit ist natürlich keine unabhängige Altersvorsorge-Beratung gegeben. Anders können die Vertriebsapparate, gerade in den Strukturvertrieben, kaum bezahlt werden. Somit bin ich einmal gespannt, ob die Kappung der Provision tatsächlich politisch durchgesetzt wird. Die Deutsche Vermögensberatung war bspw. im Jahr 2010 einer der größten Spender der CDU und FDP und viele Stellen sind mit (ehemaligen) CDUlern besetzt.

Es bleibt spannend – eine Kappung der Provisionen würde eine dramatische Veränderung der Vertriebslandschaft bewirken.

Lesen Sie HIER den gesamten Artikel mit dem selbst erklärenden Titel:”Provisionen-Die Mogelei der Versicherer”.

Apr 21

Honorartarife als Alternative zu hohen Abschlusskosten bei Altersvorsorgeverträgen

Die Abschlusskosten bei gewöhnlichen Lebens- und Rentenversicherungen zur Altersvorsorge sorgen nicht nur einfach dafür, dass solche ein Vertrag selbst bei “nur” 50 Euro mtl. Besparung über 1.000 Euro kosten kann, sondern als Folge, dass der Sparer mehrere Jahre benötigt (oft über 10 Jahre), bis er seine eingezahlten Beiträge wieder heraus bekommt. Oft ist ein kostengünstiger (Fonds-)sparplan die bessere Alternative gewesen – oder eben ein ohne Abschlusskosten kalkulierter Rentenversicherungsvertrag, der von bestimmten Honorarberatern angeboten wird. Diese nehmen dafür zwar ein Honorar. Jedoch ist dieses bei seriösen Honorarberatern deutlich niedriger als die ansonsten angefallenen Abschlusskosten.